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»Hôtel de Glace«

Erlebnis-Hotel im
frankokanadischen
Québec

Hôtel de GlaceSnowdome Beeindruckend sind vor allem die großen Säulen und die imposante Kuppel im Foyer.  »Hôtel de Glace«
Erlebnis-Hotel im frankokanadischen Québec

 
Alljährlich wird es ins Eis gemeißelt: Das Eishotel „Hôtel de Glace“ in der Station touristique Duschesnay westlich von Québec City. Jedes Jahr aufs Neue entsteht dabei ein Märchenpalast aus tausenden Tonnen von Schnee und Eis.

Hotels, die aus nichts als gefrorenem Wasser gebaut sind und zum Übernachten bei arktischer Kälte einladen, kennen manche Reisende vielleicht schon aus Skandinavien. Denn dort, genauer gesagt im schwedischen Jukkasjärvi, wurde vor einigen Jahren das erste Hotel aus dem vergänglichen Eis erschaffen. Nun erfüllt sich dieses winterliche Abenteuer, von dem viele schon in ihrer Kindheit geträumt haben, auch in der frankokanadischen Provinz Québec. Wer wollte nicht schon als Kind unbedingt ein Iglu aus den Schneemassen bauen und sich einen Moment lang wie ein Eskimo fühlen? Und auch noch als Erwachsene haben viele das Verlangen, sich auf Expeditions-Reise á la Arved Fuchs – dem weltbekannten Abenteurer, der bereits zu Fuß vom Nordpol zum Südpol gewandert ist ­– zu begeben. Vielleicht nicht unbedingt ins „ewige Eis“, zumindest aber in annähernd kalte Gefilde. Von Januar bis März können sich Abenteurer im Sainte-Catherine-de-la-Jaques-Cartier, einem Nest bei Québec City, auf ihre eigene Expeditionsreise begeben. Dort steht für wenige Monate das imposante „Hôtel de Glace“, ein Traum wie aus 1000 und einer Polarnacht. Kreiert von einem Architekten-Team wird es in abertausenden Arbeitsstunden von Handwerkern und Künstlern aus rund 15.000 Tonnen Schnee und 500 Tonnen Eis in die Winterlandschaft gezaubert. Dabei werden in jeder Saison neue Ideen umgesetzt. Im vergangenen Winter zählten zu der abenteuerlichen Behausung auf 3000 Quadratmetern nicht nur 36 Zimmer und Suiten, es gab auch eine Bar, Lobby und Lounge und sogar eine kleine Kapelle. Freut man sich in Sommerurlauben auf kalte Drinks mit ein paar Eiswürfeln, um etwas Abkühlung von der Sonne zu erlangen, bekommt man diese hier an der Bar wortwörtlich „on the rocks“, in Gläsern, die aus nichts als Eis bestehen. Trotz der unangenehmen Aussicht, in einem Raum bei -15 Grad Celsius zu schlafen, entscheiden sich jährlich rund 4000 Besucher für eine Nacht in Nordamerikas einzigem Eishotel. Denn irgendwie hat es etwas Märchenhaftes an sich. Es gibt Säulen und Statuen, die durch verschiedenfarbige Beleuchtung mal in Grün, dann in Rot und Gelb erstrahlen. Und mit seinen von Hand geschliffenen Kronleuchtern wirkt es tatsächlich wie ein Märchenpalast für Schneekönige.
Doch bei all den verzaubernden Eigenschaften des Hotels stellt sich beständig eine Frage: Wie, um Gottes Willen, überlebt man eine Nacht in dieser Kälte? Keine Bange, Überlebenskünstler muss man als Gast nicht zwangsläufig sein, denn das Team des Hotels gibt einen Schnellkurs mit allen notwendigen Tipps und Tricks, damit einen im Schlafsack unter den dicken Karibu-Fellen nicht die Kälte heimsucht. Und wem es doch zu unangenehm wird, der kann sich im ebenfalls in der Reise enthaltenen Zimmer im „FOUR POINTS by Sheraton Québec“ warme Füße holen.

Was den Aufenthalt im „Hôtel de Glace“ ausserdem spannend macht, sind die „Packages“, die zusätzlich zu der Übernachtung gebucht werden können. Zum Beispiel umfasst das „Winter Experience“-Paket, neben einem 4-Gänge-Menü im „Le Dijon“ des "FOUR POINTS“, eine aufregende Fahrt mit Schlittenhunden. Wer sich für das „Romantic Getaway“-Paket entscheidet, darf sich auf eine spektakuläre Suite mit aufwendigen Verzierungen und Ornamenten freuen. Herzerwärmend ist dort auch die tolle Atmosphäre, die durch das Kerzenlicht entsteht. Durch das schwache Licht leuchtet der Schnee orangefarben! Daneben kann man den Luxus eines eigenen Butlers und eines Gourmet-Dinners in der Suite des FOUR POINTS bei Kaminfeuer mit anschließenden Köstlichkeiten im „Hôtel de Glace“ genießen. Entgegen aller Gaumenfreuden und toller Atmosphäre: Am nächsten Morgen redet wohl kaum jemand von einer „schönen Nacht“, denn trotz Survival-Trainings kann es äußerst kalt werden. Aber darum geht es ja auch nicht: Wer im „Hôtel de Glace“ übernachtet, will sich eben wie ein Entdecker am Nordpol fühlen – oder aber am Morgen spüren, wie der erste heiße Kaffee einer Erlösung gleichkommt.

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• Anreise • PREISE • ADRESSE
• Anreise
Die Fluggesellschaft Air France steuert regelmäßig von den Flughäfen Hamburg und Frankfurt die frankokanadische Metropole Québec an. Dort angekommen, trennen nur noch knapp 20 Kilometer den Gast vom unvergesslichen Abenteuer im winterlichen Eishotel.
Standard: 173 Euro
Winter Experience: 369 Euro
Romantic Getaway: 442 Euro

(alle Angaben ohne Gewähr)
Hôtel de Glace
9530, rue de la Faune
Québec, Canada
Tel.: +418 623 28 88

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